Was passiert eigentlich mit dem Müll in Ostholstein?

v.l.n.r: Stefan Bolln (Schatzmeister der SPD SH), Wolfgang Niemann (Mitglied im Umweltausschuss des Kreises), Tim Dürbrook (Kreistagsabgeordneter), Enrico Kreft (Mitglied im Landesvorstand der SPD SH), Anastasia Brack (Kreistagsabgeordnete), Gabriele Appel (Stellv. Kreispräsidentin Ostholstein), Hermann Greve (Mitglied der Vollversammlung des ZVO), Michael Rakete (Geschäftsführer ZVO) und Andreas Bordukat (Betriebsleiter Müllheizkraftwerk)

Über 116.000 Tonnen Müll fallen pro Jahr in Ostholstein an. Auch nach modernsten Recyclingstandarts und guter Mülltrennung bleiben immer noch 60.000 Tonnen Müll übrig, die verbrannt werden müssen, weil sie nicht effektiv weiter verwertet werden können. Dies alles organisiert in Ostholstein der Zweckverband Ostholstein (ZVO). Wie genau der Müll dann getrennt und verbrannt wird, hat sich eine Delegation des Kreisvorstandes zusammen mit dem Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein zur Europawahl, Enrico Kreft und dem SPD-Landesschatzmeister Stefan Bolln angeguckt. Neben dem Besuch des Digitalen Knotenpunktes in Oldenburg und dem Gespräch mit dem Betriebsrat der Sana AG war dies der dritte Termin am vergangen Montag dem 17.12.2018.

Der Zweckverband ist mit 514 Mitarbeitern eine der größten Arbeitgeber des Kreises. Sein Zuständigkeitsgebiet erstreckt sich über fast ganz Ostholstein und Teile von Plön, damit ist er für ca. 220.000 Menschen verantwortlich. Zu den Aufgaben gehören aber nicht nur die Müllentsorgung, sondern auch die (Trink)Wasserversorgung im Kreis, das Liefern von Gas und Wärme und seit seit neuestem auch der Ausbau des Breitbandnetzes in Ostholstein.

Im Gespräch mit Vertretern des ZVO ging es aber auch um Probleme. Zum Beispiel bildet der Zweckverband derzeit 18 Auszubildende aus, hätte aber sogar Kapazitäten für mehr. Ein weiterer Punkt war der hohe Verbrauch der Müllautos. Über 1.000.000 Liter Diesel werden hier im Jahr verbraucht. Die Untersuchung von alternativen Antrieben steht hier ganz oben auf der Liste. Ein weiteres Zukunftsprojekt des ZVO ist die geplante Speicherung von Wasserstoff als Energieträger und die bessere Ansprechbarkeit im Social-Media.

Die Kreistagsabgeordnete Anastasia Brack vor dem Müllbunker in Neustadt

 

Tim Dürbrook